Infantriegewehr M/71

Obwohl bereits 1871 die die Entscheidung fiel, das Gewehr der Gebrüder Mauser als Waffe für Preußen anzunehmen, wurde die endgültige Entscheidung erst im Jahr 1872 getroffen. Die Gewehrprüfungskommission lies allerdings außer dem Verschluss nicht viel übrig von der Konstruktion der Gebrüder Mauser. Für das Kalieber und den Lauf nahm man sich den französischen Chassepot zum Vorbild, so dass hier kräftig vom Nachbarn kopiert wurde. Die Schaftform und die Beschläge wurden von der Kommission vorgegeben und die Abzugseinrichtung praktisch vom Zündnadelgewehr übernommen. Mit der Patrone hatte man ja bereits die Erfahrungen der Bayern und tat sich daher bei der Entwicklung leichter.

 

Der Nachfolger des Zündnadelgewehres in Preußen war das Gewehr M/71. Bei dem Gewehr handelt es sich um einen Einzellader.

Der Verschluss vom Gewehr M/71 ist ein Zylinderverschluss mit Verriegelung über den Kammerstengel. Auf den Auswerfer der im ursprünglichen Vorschlag der Gebrüder Mauser vorhanden war hat man verzichtet.

Am Vorderring befindet sich die Schiene zur Aufnahme des Bajonettes.

Dieses Gewehr trägt eine bayrische Abnahme auf dem Lauf, das "L" über Krone steht für "Ludwig". Hergestellt wurde es in der Gewehrfabrik Amberg.

Für das Gewehr M/71 wurde das Bajonett M71 eingeführt

In Bayern wurde das Bajonett M/69 für das Werder Gewehr auch auf die Aufpflanzung für das Gewehr M/71 geändert so, dass der Yatagan sowohl auf das Werdergewehr n.M als auch auf das Gewehr M/71 passte. Wie in dem Bild unschwer zu erkennen ist, wurde die Parierstange so angepasst, dass der Abstand Lauf zum Kasten angepasst wurde.

 

Zurück

Home