Kavalleriekarabiner Chassepot M71

Die Verwandlung eines Zündnadelgewehres

 

 

Unmengen von Chassepot m1866 aus dem Krieg 70/71 waren an die deutschen Truppen gelangt, Schätzungen nach sollen es mehr als 600 000 Stück gewesen sein. Nach dem Krieg begann man mit Versuchen diese Waffen auf die Metallpatrone zu aptieren. Da sich die Gebrüder Mauser beim Gewehr M71 sehr stark am Lauf des Chassepot orientiert hatten, war das Lauf und Zugprofil nahezu identisch.

 

Bei der Umänderung wurde das Patronenlager ausgebohrt und eine Buchse mit neuem Lager eingebaut. Der Verschluss wurde gekürzt und mit einem Auszieher für die Patrone versehen.

Auch dieser Karabiner ist eines dieser Exemplare. Auf der Schlosshülse befindet sich die französische Gravur von der Manufaktur Châtellerault und auf dem Lauf sowie auf der Hülse auch die deutschen Abnahmestempel.

Sehr gut ist die Bestempelung erhalten, auf dem Lauf ist der Stempel FW unter Krone für den preußischen Königs Friedrich Wilhelms IV zu erkennen.

In der Schaftkappe ist der Regimentsstempel zu erkennen, das Gewehr wurde in einer Reserve Infanterie Munitionskolonne geführt.

Hier gut zu erkennen die Entlastungsbohrung auf der Hülse die bei Hülsenreisern die Gase nach oben kanalisieren sollte.

 

Zurück

Home