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Infatriegewehr M71/84



Lange hat es sich nicht gehalten, das Gewehr M71. Einzellader, zumal noch ohne Hülsenauswurf, wie beim M71 Gewehr wurden schnell obsolet. Aufgrund der, zu damaligen Zeit angespannten Lage zu Frankreich, man befürchtete einen neuen Waffengang, musste ein Mehrlader für das Heer beschafft werden. Obgleich zu diesem Zeitpunkt abzusehen war, dass die Kaliberverkeinerung unumgänglich war, fiel die Entscheidung wieder zugunsten der 11mm Patrone aus.
Diese Entscheidung, getroffen vor der politischen Lage, war der Eile geschuldet und dem Hintergrund die Munitionsversorgung sicher zu stellen. Zwar stellte sich durch Truppenversuche heraus, dass die Patrone M71 für den Repetierer modifiziert werden musste, es kam zu explosionen im Magazinrohr und das Geschoss musste abgeflacht werden. Ebenso wurde die Zündung geringfügig modifiziert, das Zündhütchen so gestaltet, dass es sich am Boden der Zündglocke abstützte.
Bei dem Gewehr M71/84 handelt es sich um eine Neukostruktion die mit dem Gewehr M71 so gut wie keine gemeinsamen Teile aufweist. Das Magazin liegt unter dem Lauf und nimmt 8 Patronen auf, die Feder kann von vorne entnommen werden. Der Ladelöffel im Verschluss lässt sich durch einen Hebel abstellen so, dass das Gewehr auch als Einzellader genutzt werden kann.
Das vorliegende Gewehr wurde in der bayrischen Gewehrfabrik Amberg hergestellt und auch in Bayern augegeben. Abnahmestempel Krone über L für König Ludwig, Augegeben 1886 im Todesjahr des Königs. Beführt im 4 Königlich Bayrischen Infanterie Regiment in Metz.


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