Technik Zündnadelgewehrverschluss

 

Die entscheidende Idee die zum Durchbruch der Zündnadelgewehre führte, war ein Gewehr, das nicht mehr von vorne geladen werden musste, sondern die Möglichkeit mittels eines Verschlusses den Lauf von hinten zu öffnen. Dieser Verschluss erleichterte dadurch das Laden der Waffe und dichtete den Lauf beim Schuss zum Schützen hin ab. 

Weiterhin führte Dreyse eine Einheitspatrone ein, die alle notwendigen Komponenten einer modernen Patrone bereits eingebaut hatte. Entscheidend war, dass vor allem das Zündmittel bereits in der Patrone integriert war.

Mann hatte erkannt, dass eine in die Zündmasse stechende Nadel ausreichte, diese Masse zur Explosion zu bringen und die Pulverladung zu zünden.

Der Verschluss war so gestaltet, dass beim schließen ein schmaler Konus über den ebenfalls konischen Laufansatz glitt der diesen dann abdichten sollte. Wie auf der Startseite im rechten Bild zu sehen ist, gelingt dies nur bedingt, erst die Aptierung nach Beck löst dieses Problem mittels einer Kautschuk Dichtung ähnlich dem Chassepot Gewehr.

 

Verschiedene Gewehre, verschiedene Verschlüsse.

Von links nach rechts, Verschluss vom Karabiner, von der Jägerbüchse und vom M62

Die Verschlüsse vom Karabiner wurden auch bei den Beutewaffen verwendet , siehe hierzu auch Ö/M

Die Verschlüsse der Jägerbüchse sind auch in den Würtembergischen Modellen verbaut, siehe Zündnadelgewehr M1857/67

Ausbau der Dichtung ( Aptierung nach Beck) aus dem Verschluss vom M62. Nach dem Lösen der Aptierungsschraube kann das bewegliche Nadelrohr  und die Dichtung entnommen werden.

Durch eindrücken der Sperrfeder und drehen auf die demontage Position kann die Federbüchse mit der Sperrfeder aus der Schlosshülse gezogen werden.

Wenn man die  Federbüchse weiter zerlegt, kann die Spiralfeder und die Nadelbüchse augebaut werden.

....und letzendlich kann das Teil ausgebaut werden, das dem Gewehr den Namen gibt, die Zündnadel.

Das Schloss ist so konstruiert, dass die Nadel auch alleine entnommen werden kann. Der Soldat konnte diese ausschrauben ohne das Schloss zu zerlegen, nach dem spannen ragte die Nadel nach hinten aus dem Schloss und ließ sich herausschrauben.

 

Die Zündnadel in der Schlosshülse beim einfädeln in das Nadelrohr.

 

Die Nadel zur vollen läge aus dem Verschluss ragend, dies wäre die Position nach dem zünden der Patrone.

Verschlüsse von vorne:

links die Aptierung nach Beck und rechts die Ausführung mit Luftkammer und langen Nadelrohr.

Langes Nadelrohr beim Verschluss mit Luftkammer, sowie gekürzt für die Aptierung nach Beck

.....und hier die Aptierung nach Wirthmann

 

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