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Die Zündnadelpatrone

Dreysegewehr

oder

von der Bäckertüte zur Patrone

 

Achtung: Der Nachbau der Patrone sowie die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Haftung für Sach- oder Personenschäden die aus der Verwendung dieser Anleitung entstehen.

 

Für eine Zündnadelpatrone wird nicht viel Material benötigt. Das wichtigste ist die Hülse, hierfür hat sich nach meiner Meinung das Papier von Brötchentüten am besten bewährt. Dieses Papier ist sehr reißfest und trotzdem dünn so, dass eine sehr handhabungssichere Patrone entsteht.  

Als Geschoss eignet sich sehr gut eine Rundkugel von ca. 16 mm Durchmesser, hier am besten die eigene Waffe vermessen. Der Treibspiegel kann wie gezeigt aus einem Stück Rundholz mit 16 mm Durchmesser gewonnen werden und sollte fertig ca. 19 mm bis 20 mm lang sein. Am besten eignet sich Weichholz, die üblichen Buchenstäbe sind weniger geeignet.  Als Zünder können sowohl Berdanzündhütchen als auch Flügelzündhütchen für Vorderlader  verwendet werden.

An Werkzeug wird neben einer Schere und einem Locheisen ( 16mm ) ein Wickelstab für die Hülse benötigt. Eine spezielle Zackenschere aus dem Bastelladen zum beschneiden der Papierstücke ist sehr hilfreich. Als Klebstoff eignet sich der übliche Klebstift und zum einfüllen des Pulvers genügt ein Schöpfmaß. Die Füllhöhe vorher mittels Waage ermitteln.

Man erstellt sich für das Papier eine Schablone aus Karton, so ist gewährleistet, dass alle Rohlinge für die Hülse die gleiche Dimension von 70 mm x 84 mm haben. Die eine schmale Seite wird mit der Zackenschere beschnitten, dann den Klebstoff etwa 5mm breit auf die Zacken und auf eine Längsseite auftragen. Das Papier um den Wickelstab rollen und die Längsseite verkleben.

Anschließen die Hülse so positionieren, dass sich ein Deckel, der vorher mit dem Locheisen aus einer alten Zielscheibe gestanzt wurde, als Abschluss einlegen lässt. Nun die Zacken umbiegen und andrücken, schon kann die Hülse vom Stab gezogen werden. Der Stab sollte möglicht glatt sein, ab und zu mal mit etwas Öl einpolieren, dann geht das Abziehen sehr gut.

Jetzt nur noch das Pulver einfüllen und den Trebspiegel aufsetzen sowie die Kugel auf den Treibspiegel legen, dann kann die Hülse zugedreht werden. Fertig ist unsere Patrone für das Dreyse Gewehr.

 

Hier einige Videos von der Treibspiegelfertigung

 

 

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Der 16 mm Holzstab wird auf einer Drehbank bei ca. 19 mm abgestochen. Damit immer gleich lange Stücke entstehen, den Stab gegen die mitlaufende Drehspitze als Anschlag schieben. Anschließend wird die Bohrung für den Zünder eingebracht. Der Durchmesser ist so gewählt, dass z.B. ein Flügelzündhütchen passt. Im letzten Arbeitsgang wird die Mulde für die Kugel gefräst, auch hier ist ein Anschlag sinnvoll, um die Tiefe immer gleich zu halten. Als Anschlag dient hier ein Abstandshalter auf dem Maschinenbett, unten im Bild zu sehen, die Mulde wird mit einem passenden Radiusfräser erzeugt.
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