Die Zündnadelpatrone

Chassepotgewehr

oder

von der Bäckertüte zur Patrone

 

Achtung: Der Nachbau der Patrone sowie die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Haftung für Sach- oder Personenschäden die aus der Verwendung dieser Anleitung entstehen.

 

Wie für eine Dreysepatrone wird auch für das Chassepogewehr ähnlich viel Material für die Patronenherstellung benötigt. Das wichtigste ist die Hülse, hierfür hat sich nach meiner Meinung, wie schon erwähnt  das Papier von Brötchentüten am besten bewährt. Dieses Papier ist sehr reisfest und trotzdem dünn so, dass eine sehr handhabungssichere Patrone entsteht.  

Eine spezielle Zackenschere aus dem Bastelladen zum beschneiden der Papierstücke ist sehr hilfreich. Als Klebstoff eignet sich der übliche Klebstift und zum einfüllen des Pulvers genügt ein Schöpfmass. Die Füllhöhe vorher mittels Waage ermitteln.

An Werkzeug wird neben einer Schere und einem Locheisen ( 11mm ) ein Wickelstab für die Hülse benötigt. Um diesen Stab wird der vorher auf Größe zurechtgeschnittener Streifen gerollt und verklebt. Der Stab sollte möglicht glatt sein, ab und zu mal mit etwas Öl einpolieren, dann geht das Abziehen sehr gut. Beim Chassepotgewehr muß der Stab durchbohrt werden, ca. 7 mm Durchmesser und ganz durchbohren.

Da sich bei der Patrone für das Chassepotgewehr der Zünder nicht in einem Treibspiegel befindet, sondern direkt im Boden der Patrone, sind hier Flügelzüdhütchen am besten geeignet. Mittels einer Zange wird ein Segment entfernt, damit kann später das Schwarzpulver direkt in den Zünder gelangen. Das Zündhütchen wird auf eine Scheibe aus Karton geklebt.

Die Scheibe aus einem Stück Scheibenkarton mittels Locheisen ausstanzen. Damit der Zünder bei Abfeuern, der Nadel auch Widerstand bietet, am besten ein 36 mm langes Stück Rundholz mit 6 mm Durchmesser aufkleben (siehe Bild), keine Angst, wir haben noch genügend Raum für das Pulver.

Dieser vorbereitete Zünder kann nun mit dem Stab vorraus in die Bohrung des Wickelstabes eingeführt werden und die Hülse wird über den Deckel geklebt. Dann die fertige Hülse vom Stab abziehen.

Für das Geschoss kann entweder ein Langgeschoss aus einer Kokille von RCBS Kal. 43 verwendet werden, oder man findet eine, der noch häufig vorhandenen alten Kokillen von einem Mausergewehr in Kal. 11,15x60R, beides geht ohne Probleme. Das Geschoss kann mittels entsprechender Matrize in der Fettpresse (Wiederladezubehör) oder auch von Hand gefettet werden.

Im letzten Schritt wird das Pulver eingefüllt, optisch sollte das Pulver minimal über dem Holzstab in der Hülse reichen. Dann wird das Geschoss auf die Pulverladung gesetzt und die Hülse wird zugedreht.

 

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