Die Zündnadelpatrone

Carcano

oder

von der Bäckertüte zur Patrone

 

Achtung: Der Nachbau der Patrone sowie die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Haftung für Sach- oder Personenschäden die aus der Verwendung dieser Anleitung entstehen.

 

Wie die grundlegende Technik zur Herstellung der Hülse funktioniert, ist bei der Patrone für das Dreyse Gewehr bereits beschrieben. Der einzige Unterschied ist hier die Dimension. Die Hülse muss einen Durchmesser von ca. 18 mm haben, um das Geschoss aufzunehmen.

Da eine passende Kugelzange nicht zur Verfügung steht, wurde versuchsweise eine neue Kaverne in eine alte Kugelzange eingefräst. Da der Abschneider noch nicht ergänzt ist, wurden die Geschosse hinten abgedreht und mittels Fräser mit einem Holboden versehen. In den Holboden wird der Zünder eingeklebt, damit der korrekte Abstand eingehalten wird, sitzt der Zünder auf einem kleinen Holzstück. Das Geschoss besitzt einen Scharfrand und drei Fettrillen und lässt sich sehr gut gießen.

 

Damit die  Patronenlänge passt, wurde die Länge mit einem Peilstab ermittelt. Die Patrone ist nun ca 27,8 mm lang, gemessen ab Scharfrand vom Geschoss. Das Geschoss hat eine Länge von ca. 17,8 mm, der Führungsteil eine Länge von 14,5 mm. Damit bleibt für die Treibladung ca. 13 mm Länge übrig. Durch den Holboden ist der Schwerpunkt vom Geschoss weit vorne, dies ist positiv für die stabile Flugbahn, was vor allem die Treffer in der Scheibe zeigen, die Geschosse stanzen perfekte Löcher .

 

 

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