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Chassepot Modell M1858

Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Herrn Stefan Lorenz zur Verfügung gestellt

Bevor Antoine Chassepot sein Modell das Zündnadelgewehr M1866 fertig stellte gab es bereits einen ersten Hinterlader der 1858 zur Prüfung vorgelegt wurde. Ähnlich wie die Konstruktion die in Bayern als Podewils Lindner Gewehr bekannt wurde oder die badische Jägerbüchse M1863, hat auch dieses Gewehr noch ein herkömmliches Perkussions-Schloss zur Zündung der Patrone. Die später beim Modell M1866 zur Gasabdichtung eingesetzte Kautschuk Scheibe ist aber bereits vorhanden.

 

 

 

Gewehre  dieses Typs wurden angeblich ab 1863 an die Truppe zur Testzwecken ausgegeben, anhand des Schaftstempels von 1865 ist dieses Gewehr , also recht spät entstanden.

Das Gewehr besitzt einen Zylinderverschluss mit hinten liegenden Verschlusswarzen. Zur Zündung der Patrone ist ähnlich wie beim Bayrischen Podewils Lindner Gewehr M1858/67  noch die Perkussions-Zündung vorhanden.

Diese Waffe dokumentiert sehr gut den Übergang vom Vorderlader zum Zündnadelhinterlader den Chassepot hier vollzogen hat. Mit dem, vom Vorderlader übernommenen Perkussionsschloss sind Elemente der Vorderladerära genau so vorhanden wie mit dem Zylinderschloss bereits Merkmale des Zündnadelgewehres erkennbar sind.

Gut zu erkennen die stabile, bis auf das ausgeschnittene Fenster zu Laden, geschlossenen Systemhülse. Eine in die Kammer eingefräste Nut steuert den Verschluss, eine ähnliche Konstruktion ist auch beim Chassepot M1866 vorhanden. Auch die Kautschuk Dichtung wie sie beim M1866 vorhanden ist, wird hier bereits verwendet.

Hergestellt wurde die Waffe wie auf dem Schloss zu erkennen ist, in der Manufaktur Châtellerault.